Tipps zur Auswahl eines Stand-up-Paddleboards

Stand-up-Paddling (SUP) ist eine Wassersportart, die stehend auf einem Board ausgeübt wird und bei der man sich mit einem Stechpaddel fortbewegt. SUP-Boards, die auch Stehpaddelbretter genannt werden, sind länger als Surfbretter und in der Regel recht breit, um maximale Stabilität zu bieten. Außerdem verfügen sie meistens über eine rutschfeste Oberfläche. Es gibt auch SUP-Boards, auf denen ein Sitz befestigt werden kann, sodass sie wie eine Art Kajak genutzt werden können. In diesem Kaufratgeber erfahren Sie alles über die verschiedenen Kriterien, die bei der Wahl eines Stand-up-Paddleboards zu berücksichtigen sind.

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  • Wie wähle ich das passende Stand-up-Paddleboard für mich aus?

    Um das SUP-Board auszuwählen, das Ihren Wünschen und Bedürfnissen am besten entspricht, sind mehrere Kriterien zu beachten. Als erstes sollten Sie entscheiden, ob Sie ein aufblasbares Board oder lieber ein Hardboard möchten. Dann sollten Sie entsprechend Ihrer Statur die passende Größe und Tragekapazität des Boards wählen. Damit einher gehen das Volumen und die Form des Boards.

    Folgende Auswahlkriterien werden in diesem Ratgeber behandelt:

  • Hardboard oder aufblasbares SUP-Board?

    Stand-up-Paddleboard von Oxbow

    Ob sich eher ein Hardboard oder ein aufblasbares Board für Sie eignet, hängt von mehreren Faktoren wie der vorgesehenen Verwendung und Ihren Transport- und Lagerungsmöglichkeiten ab.

    Wenn Sie in einer Wohnung oder einem Haus mit nur wenig Stauraum leben, ist ein aufblasbares SUP-Board, das auch als iSUP (vom Engl. inflatable SUP) bezeichnet wird, die bessere Option. Dieses ist zudem einfacher zu transportieren. Unaufgeblasen kann es auf die Größe eines Schlafsacks zusammengerollt werden und passt problemlos in eine Tasche oder einen Koffer. Somit ist es ideal für Reisen, da es auch mit ins Flugzeug genommen werden kann.

    Hardboards hingegen bieten weitaus bessere Leistungen als aufblasbare. Sie sind die bessere Wahl für Aktivitäten wie SUP-Surfen (auch Wave genannt), Race und Distance/Touring (d. h. längere Fahrten). Sie sind um 5 % schneller als aufblasbare Bretter und erfordern etwas mehr Übung und Beweglichkeit. Außerdem haben Hardboards ein besseres Gleitverhalten und eignen sich für Wellenreiten auf kleinen Wellen. Wenn Sie ein einfaches, umkompliziertes SUP-Board bevorzugen, sollten Sie sich lieber für ein aufblasbares Board entscheiden.

    Aufblasbare Boards sind langlebig und eignen sich perfekt zum Paddeln im Wildwasser oder auf felsigen Flüssen. Ein Hardboard kann beim Herunterfallen leicht beschädigt werden, sodass es repariert werden muss. Aufblasbare Boards hingegen sind widerstandsfähiger als starre Bretter.

    Vorteile aufblasbarer Boards:

    • Geeignet für Anfänger
    • In der Regel kostengünstiger
    • Platzsparender und einfacher zu lagern, benötigen aber eine Pumpe zum Aufpumpen
    • Robust und leicht zu manövrieren

    Vorteile von Hardboards:

    • Vielseitiger, je nach Verwendung
    • Besseres Gleitverhalten, bessere Kontrolle
    • Mehr Optionen zum Wechseln der Flossen
    • Höhere Stabilität
  • Wie groß sollte ein SUP-Board sein?

    Stand-up-Paddleboard von Gili

    Die Maße eines Paddelboards werden durch seine Länge, Breite und Dicke definiert.  Im Allgemeinen sind längere Boards schneller als kürzere, während kürzere wendiger sind. Kinder sollten kurze Boards nutzen.

    Medium-Boards (3-3,6 m / 10‘-12‘) sind ideale Allround-Boards und eignen sich gut für SUP-Yoga. Meistens haben sie einen Gleitrumpf. Längere Boards (ab 3,8 m / 12,6‘) sind optimal für höhere Geschwindigkeiten und Langstreckentouren. Die meisten Boards dieser Art haben einen Verdrängungsrumpf. Sie sind schneller als kürzere Bretter, da sie den Kurs besser halten können.

    Um die richtige Länge zu wählen, ist es hilfreich zu wissen, inwiefern sie sich auf das Volumen und die Tragfähigkeit auswirkt. So bedeutet ein längeres und breiteres Board natürlich auch mehr Volumen und eine höhere Tragfähigkeit. Wenn Sie z. B. längere Wandertouren unternehmen möchten, sollten Sie ein längeres Board verwenden.

    • Kurze Boards unter 3 m (10‘) sind gut für Kinder geeignet.
    • Mittellange Boards (3-3,6 m / 10‘-12‘) sind ideale Allround-Boards und eignen sich gut für SUP-Yoga. Die meisten dieser Boards haben einen Gleitrumpf.
    • Lange Boards (ab 3,8 m / 12,6‘) sind optimal für höhere Geschwindigkeiten und für lange, ausgiebige Fahrten. Meistens haben diese einen Verdrängerrumpf. Sie sind schneller als kurze und mittellange Boards und halten leichter ihren Kurs.  Sie bieten mehr Komfort beim Paddeln, insbesondere beim Fahren in Wellen, und ermöglichen ein flüssigeres Gleiten.

    Auch die Breite ist ein wichtiger Faktor, der sich auf die Manövrierfähigkeit des Boards auswirkt. SUPs werden in Breiten von 76 cm (30 Zoll) bis 89 cm (35 Zoll) hergestellt, um den verschiedenen Anforderungen gerecht zu werden.

    Wenn Sie lange Strecken fahren und zusätzliche Ausrüstung wie eine Kühlbox, Verpflegung oder ein Zelt mitnehmen möchten, sollten Sie ein breiteres Brett wählen, um mehr Platz zu haben. Breite Bretter sind stabiler als schmale Bretter. Beachten Sie jedoch, dass sie auch langsamer sind und es schwierig sein kann zu paddeln, wenn sie zu breit sind. Schmale Bretter hingegen sind schneller und wendiger, was sie zur bevorzugten Wahl für Wettkämpfe, Race-SUP und Surf-SUP (Wave-SUP) macht.

    • Ein breiteres Board ist grundsätzlich stabiler als ein schmales Board.
    • Ein breiteres Board ist nicht so schnell und kann dem Benutzer, wenn es zu breit für ihn ist, Schwierigkeiten beim Paddeln bereiten.

    Die Dicke des SUP-Boards ist vor allem deshalb wichtig, weil sie sich auf das Volumen und das Gewicht des Boards sowie auf seine Tragfähigkeit auswirkt. Vergleicht man zwei Boards gleicher Länge und Breite, aber unterschiedlicher Dicke, so hat das dickere Board logischerweise mehr Volumen und kann dementsprechend auch mehr Gewicht tragen.

    • Ein dickeres Board ist voluminöser und schwerer, treibt aber besser auf dem Wasser. Dadurch fühlt es sich sicherer an und eignet sich insbesondere für Anfänger sowie für Yoga und gemächliche Touren in ruhigen Gewässern.
    • Ein dünneres Board ist leichter, hat weniger Volumen und lässt sich schneller aufblasen (sofern es sich um ein aufblasbares Modell handelt). Außerdem ist es leichter zu manövrieren.
  • Welches Volumen und welche Tragekapazität sollte ein SUP-Board haben?

    Stand-up-Paddleboard von Starboard

    Volumen und Tragekapazität sind wichtige Faktoren bei der Auswahl eines SUP-Boards. Das Volumen des Paddelboards wird in Litern angegeben und gibt Auskunft über die Schwimmfähigkeit des Boards bei Belastung. Je höher das Volumen, desto mehr Gewicht kann das Board tragen. Die Tragekapazität ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Denn wenn ein Paddler z. B. zu schwer für ein Board ist, liegt es zu tief im Wasser und lässt sich nur unter höheren Anstrengungen manövrieren. Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Tragekapazität das Gesamtgewicht, das das Board tragen muss, also Ihr Körpergewicht plus das Gewicht der Ausrüstung, Trinkwasser und sonstiger Gegenstände, die Sie beim Paddeln dabeihaben könnten.

  • Für welche Boardform sollte ich mich entscheiden?

    Es gibt SUP-Boards mit unterschiedlichen Formen und Größen, die auf verschiedene Aktivitäten wie Surf (Wave), Windsurf, Race, Touring, Flachwasser, Yoga und Allround ausgelegt sind. Surf-SUP-Boards (oder Wave-SUP-Boards) sind durch ihre kürzere Länge leichter zu steuern und manövrieren und eignen sich somit gut zum Stand-up-Paddeln in den Wellen. Allround-Boards eignen sich hervorragend zum Gleiten in ruhigen Gewässern sowie in Wildwasser. Touring-SUP-Boards sind für lange, ausgiebige Fahrten ausgelegt.  Race-SUP-Boards sind eher für Geschwindigkeit und Wettkämpfe gedacht als für Freizeit.

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